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Königin der Nacht

Königin der Nacht – Das geheimnisvolle Naturwunder auf Teneriffa

Teneriffa ist nicht nur bekannt für seine Vulkane, Strände und Sternenhimmel, sondern auch für ein botanisches Spektakel der besonderen Art, die Blüte der "Königin der Nacht", ein Event, das sich, wortwörtlich, nur einmal pro Jahr für wenige Stunden zeigt. Dieses Naturereignis gehört zu den geheimsten und eindrucksvollsten Momenten, die man auf der Insel erleben kann.

 Was ist die Königin der Nacht?

Die „Königin der Nacht“ ist die volkstümliche Bezeichnung für einen Nachtblühenden Kaktus, genauer gesagt Selenicereus grandiflorus, auch als „Nachtblühender Kaktus“, „Mondkaktus“ oder „Jungfernkaktus“ bekannt. Ursprünglich stammt er aus Mittelamerika und der Karibik, wächst aber auch auf Teneriffa in geschützten Gärten und unter kontrollierten Bedingungen.

Das Besondere: Die Pflanze bringt nur einmal im Jahr eine oder mehrere gigantische, bis zu 30 cm große Blüten hervor. Diese öffnen sich nur für eine einzige Nacht, meist im Hochsommer und verströmen einen intensiven, süßlichen Duft, der an Vanille oder Jasmin erinnert. Noch vor Sonnenaufgang ist das Schauspiel vorbei: Die Blüte schließt sich und verwelkt.

Wo kann man sie auf Teneriffa sehen?

Die Königin der Nacht wächst nicht wild auf der Insel, sondern wird meist in botanischen Gärten oder privaten Sammlungen kultiviert. Einige empfehlenswerte Orte:

Jardín Botánico in Puerto de la Cruz

Dieser wurde 1788 gegründet und ist einer der ältesten botanischen Gärten Europas. Er besitzt eine umfangreiche Sammlung tropischer und subtropischer Pflanzen, darunter auch viele Kakteenarten. Hier wird gelegentlich die Blüte der Königin der Nacht dokumentiert, und mit etwas Glück kann man daran teilhaben.

Ein weiterer Bereich sind Kakteengärten und Fincas.

Auf der Insel gibt es zahlreiche private Gärten und Bio-Fincas, die Kakteen kultivieren, zum Beispiel die Finca Las Margaritas bei Arona im Süden von Teneriffa sowie der Cactus Park Tenerife nahe Güímar. Der Jardín de Cactus ist zwar eher auf Lanzarote bekannt, wird aber manchmal verwechselt, daher ist Vorsicht bei der Zuordnung geboten. Manche dieser Orte veranstalten in den Sommermonaten nächtliche Führungen, wenn eine Blüte erwartet wird.

 

Zudem gibt es Privatgärten und Sammler auf der Insel.

Einige Einheimische auf Teneriffa pflegen die Königin der Nacht als botanisches Highlight. In Foren oder über soziale Medien kann man manchmal erfahren, wenn eine Blüte ansteht, und es gibt sogar kleine private Events.

Wann blüht die Königin der Nacht?

Die Blütezeit variiert leicht, aber typischerweise geschieht sie, zwischen Juni und August. Oft nach heißen Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit und nur eine Nacht im Jahr pro Blüte, also keine Wiederholung. Es gibt keine festen Termine, daher gilt: Spontaneität und lokale Kontakte sind entscheidend. Einige Gärten führen Blühprotokolle oder kündigen das Ereignis 1–2 Tage vorher auf ihren Webseiten oder über soziale Medien an. Auch Hotelrezeptionen oder lokale Tourguides wissen manchmal mehr.

 Fazit

Die „Königin der Nacht“ ist kein klassisches Teneriffa Urlaub-Touristenhighlight, es gibt keine Tickets, keine garantierten Shows. Aber genau das macht sie so besonders, ein seltener Moment der Natur, der zeigt, dass die größten Wunder oft in der Stille und Dunkelheit geschehen. Wenn man das Glück hat, dabei zu sein, wird man eine Seite von Teneriffa erleben, die nur wenigen vergönnt ist.

Kommentare: 3
  • #3

    Uli Witt (Sonntag, 14 Juni 2026 09:03)

    Wunderschön die Blüte! Schade das es kein Geruchshandy gibt. Ist bestimmt betäubend der Duft!

  • #2

    Simone Hartmann (Dienstag, 17 März 2026 21:17)

    Eine faszinierende Pflanze.
    Ich kann es mir nur ansatzweise vorstellen, wie es ist, live dabei zu sein.
    Danke, das du uns mit deinen Bildern teilhaben lässt.

  • #1

    Tatjana (Dienstag, 17 März 2026 13:44)

    Wow! Das muss ein einmaliges Erlebnis sein!
    Schade, das wir dann nicht mehr auf Teneriffa sind.
    Um so schöner, das du uns hier mit den tollen Bildern einen Eindruck davon gibst.

    Vielen Dank