Fasnia

Fasnia hat rund 2.800 Einwohner und befindet sich zwischen Güimar und Arico. Diesen Ort erreicht man sehr gut über die Autobahn von Santa Cruz kommend und dann nimmt man die Abfahrt Nr. 32. Der Ort hat eine Ausdehnung von 45,1 km² auf einer Höhe von 450 m. 

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1705 wäre Fasnia fast von der Landkarte verschwunden, denn als der Vulkan Montaña de Fasnia, Lava und Asche spuckte, wäre er fast verschlungen worden. Kurz vor Fasnia stoppten die Massen dieser Naturgewalt wie von Geisterhand und der Ort entkam sehr knapp der Katastrophe. Eine kleine weiße Kapelle, die Nuestra Señora de los Dolores erinnert heute, wo die Lava zum Stillstand kam, an diese Zeit.

Obwohl der größte Teil der Landschaft in Fasnia aufgrund geringer Niederschläge einer Wüste ähnelt, gibt es in den höheren Lagen auch Pinienwälder, die durch den Einfluss der Passatwinde entstehen konnten. In den Schluchten Herques und Los Muertos hat man archäologische Fundstätten entdeckt, darunter einige Schriften aus dem 16. Jahrhundert. Diese berichten, dass Fasnia zu den Regionen gehört, in denen die Guanchen nach der Eroberung mit den Spaniern zusammenlebten. 

Sehenswert ist auch die Ruine der Kirche San Joaquín. Diese wurde im 17.Jh. erbaut und es ist nur noch der Rundbogen und einige kleine Mauerteile aus derselben Zeit erhalten. Als die Kirche damals errichtet wurde, verwendete man das Holz von Kiefern die aus der Nähe von Fasnia stammten.  Fertiggestellt wurde die Kirche im Jahr 1796 und im Jahr 1800 war das Holz schon zum größten Teil durch Witterungseinflüsse zerstört.  Im Jahr 1820 war das komplette Dach nicht mehr vorhanden und im Jahr 1826 wurde die Kirche dann auch noch durch eine Schlammflut, nach starkem Regen beschädigt. So ging es bis in das Jahr 2005 und da kam dann noch der Tropensturm Delta und die Kirche wurde bis auf den Rundbogen und einige kleinen Mauerteile, vollends zerstört. 

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