Meerjungfrau aus Holz in Puerto de la Cruz

„Cathaysa“  von Luigi Stinga 

Dieses Kunstwerk aus recyceltem Material, das der auf Teneriffa lebende italienische Künstler Luigi Stinga kreiert hat wurde beim Straßenkunstfestivals Mueca in Puerto de la Cruz am Punta del Viento plaziert und sehr viele Einwohner Teneriffas  sprachen sich über einige sozialen Netzwerke dafür aus, dass die hölzerne Meerjungfrau nach Mueca nicht entfernt werden soll. 

 

Es wurde dann in der Eile auch ein Name für die dem Meerjungfrau gefunden „Cathaysa“. Dieser Name stammt von einer Guanchenprinzessin, die der Legende nach ca. 1494 im Mädchenalter von den spanischen Eroberern als Sklavin verkauft wurde.

 

Leider wird es nicht möglich sein diese Holzskulptur auf Dauer dort stehen zu lassen, denn dies war auch der Wunsch vieler. Da Cathaysas Struktur aus recyceltem Holz ist wird sie leider den Umwelteinflüssen an der Küste nicht standhalten und hinzukommt, dass auch die für die Montage verwendeten Nägel rosten werden.

Nun wurde aber ein Kompromiss gefunden. Cathaysa bleibt noch bis zur Johannisnacht am 23.Juni am Punta del Viento stehen, danach soll sie zur Feier der Sommersonnenwende in der Nacht an die Mole beim Strand Playa Jardín gebracht werden, wo sie in Flammen aufgehen soll, das Problem stellen aber die Nägel dar, denn diese würden dann am Strand zurückbleiben, man wird sehen was gemacht wird...

 

Der Schöpfer Luigi Stinga ist übrigens der Sohn des italienischen Malers Vincenzo Stinga aus Sorrento bei Neapel. Mit seinem Studium an der Kunstakademie Belle Arti di Roma setzte er die Familientradition fort und kam über das europäische Erasmus-Programm nach Teneriffa, dort setzte er  sein Studium an der Universität La Laguna fort. Er lebt heute noch in Teneriffa.

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Kommentare: 2
  • #1

    Angela Rehders (Mittwoch, 10 Juni 2015 23:51)

    Man könnte sie mit Holzschutzlack (klar/matt) überziehen, gibt's auch als Aerosol. Dann wäre das Küstenwetter-Standhaltungs-Problem gelöst.

    Oder auch statt verbrennen, woanders platzieren z.B. Kunstmuseum oder Hotelempfangshalle etc.

  • #2

    Andreas Dietz (Freitag, 12 Juni 2015 13:35)

    Hallo Rainer.
    Danke für deinen ausführlichen und informativen Bericht über die Meerjungfrau aus Holz.
    Ich hatte davon gehört und war gespannt, wie sie wohl aussieht.

    Dass sie in Kürze verbrannt wird, finde ich in Ordnung. Sie ist für eine kurze Verweildauer geschaffen, und wenn sie nun auch noch symbolisch in den Weltenkreis einzieht, dann hat sie ihren Zweck doch allemal erfüllt.
    Die Überlegung des "Aufbewahrens" mag ja edel anmuten, aber wenn das "Palettenholz" schon bald nachgiebt, und der momentane Glanz seinen Reiz verliert, dann steht man vor dem Problem, dass man einen früheren Kampf (das Aufbewahren) aufgeben muss, um ihn (sie) dann mühsam zu entsorgen.

    Nochmals Danke für diesen Beitrag.