Tacoronte

Tacoronte ist eine Stadt im Nordosten der Insel zwischen La Laguna und El Sauzal und hat ca. 24.000 Einwohner. Tacoronte hat seinen Namen "Tagoror" von den Guanchen erhalten. Es handelt sich um einen sehr schönen Ort mit vielen historischen Gebäuden. Der größte Teil des Gebietes von Tacoronte, wurde nach der Eroberung von Teneriffa durch Truppen der Königin Isabella von Kastilien zu Beginn des 16. Jahrhunderts dem Konquistador Sebastián Machado aus Guimarães (Portugal) übereignet. Die ersten Aufzeichnungen erschienen im Oktober 1497, das nun als offizielles Gründungsdatum gefeiert wird. Im Jahr 2007 feierte Tacoronte demzufolge sein 500 jähriges Bestehen. 

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Sebastián Machado ließ an der Stelle, an der sich heute die Kirche Santa Catalina befindet, eine Kapelle bauen. Um die Kapelle bildete sich dann der Urkern der heutigen Stadt. 1649 wurde oberhalb der Kirche, an der Stelle, an der sich bereits seit dem Beginn des 16. Jahrhunderts eine Kapelle des Heiligen Sebastians befand, ein Augustinerkloster errichtet. Die dazugehörige Kirche wurde dann nach 1664 gebaut.

Heiligtum Santísimo Cristo de los Dolores und ehemaliges Kloster Los Padres Agustinos Calzados

Dieses Gotteshaus, das im 17. Jh. errichtet wurde, beherbergt die einzigartige Skulptur des Santísimo Cristo de los Dolores, die auf Teneriffa sehr verehrt wird. Neben dem Heiligtum befindet sich das ehemalige, im selben Jahrhundert errichtete Kloster Los Padres Agustinos Calzados, in dem derzeit das Kulturzentrum Casa de la Cultura untergebracht ist.

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Getreidespeicher La Alhóndiga und Kalvarienberg El Calvario

La Alhóndiga ist ein ehemaliger öffentlicher Getreidespeicher aus dem 17. Jh. Damals war dies die lebhafteste und meist besuchteste Ecke der Stadt.  Da es zu dieser Zeit noch keine Geldinstitute und Gemeindeverwaltung gab, wurde in diesem Vorratshaus das gesamte öffentliche Vermögen aufbewahrt und das waren damals Kornsäcke. Heute finden in diesem Gebäude kulturelle Veranstaltungen statt. Diese stehen insbesondere mit der Landwirtschaft in Verbindung. Genau gegenüber ist der Kalvarienberg, auch aus dem 17. Jh. Er diente bei Osterprozessionen zum Ausruhen und als Zwischenstation.

Es gibt auch einen Bauernmarkt in Tacoronte, diesen gibt es seit 1987 und er findet regelmäßig im Ortsteil San Juan statt. Hier haben die Bauern der Gegend die Möglichkeit, ihre Produkte ohne irgendeinen Zwischenhändler zu verkaufen. An den vielen Ständen werden die Produkte der Region angeboten, wie Obst, Gemüse, Fisch und weiterverarbeitete Produkte wie Süßspeisen, Käse, Honig u.s.w. Nicht zu vergessen, die berühmten Weine dieser Gemeinde, die aus kleinen, familiären Weingütern kommen. Geöffnet ist der Markt immer samstags und sonntags von 9 Uhr - 14 Uhr.

Tacoronte ist wirklich eine sehr schöne Stadt mit einem großen Einzugsgebiet, diese reicht von El Pris  an der Küste bis hinauf in die Lorbeerwälder von Aqua García, auf einer Höhe von 1.200 Metern. Diese Stadt muss man einmal besuchen, auch wenn sie in den meisten Reiseführern kaum ins Gewicht fällt, ich kann einen Besuch in Tacoronte auf jeden Fall sehr empfehlen.

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