Galerias-Trinkwasserstollen

 

So genannte Galerias sind Trinkwasserstollen. In diesen Trinkwasserstollen wird Trinkwasser gesammelt und gespeichert. Bei dieser Wassergewinnung handelt es sich um eine traditionsreiche Methode und ist die älteste Variante der Menschheit um Wasser zu gewinnen. Es gibt über 1 Million Meter Trinkwasserstollen auf Teneriffa.

 

Für die Landwirtschaft und natürlich auch für den Tourismus ist auf Teneriffa das Wasser von größter Bedeutung. Die meisten Galerias gehören privaten Besitzern.

 

Es werden Stollen in das Bergmassiv gebohrt und diese werden von Aktionären finanziell unterhalten, so dass auch mit diesen Wasseraktien auf Teneriffa stark spekuliert wird.

 

Teneriffa besitzt sehr wenig Grundwasser aber der Wasserverbrauch steigt ständig durch den steigenden Tourismus, dadurch steigt natürlich auch der Wasserpreis. Die Wasserstollen gehören zu den wichtigsten Ressourcen auf der Insel und Teneriffa verfügt mittlerweile über mehr als 1000 Bohrschächte, davon sind manche sogar bis zu 1.500 km lang.

 

Bei verschiedenen Wanderungen kann man diese in den Berg eingelassen Galerias sehen und einige können sogar begangen werden.

Aber Vorsicht, denn auch wenn es verlockend ist sich eine solche Galeria anzusehen, ist es mit einem großen Risiko verbunden und sollte lieber nicht gemacht werden. Sehr oft berichten Zeitungen auf Teneriffa, das sich Wanderer in den Stollen verirrt haben und sogar zu Tode kamen.

 

Woher kommt das Wasser?

Durch die ständigen Passatwolken und dem teilweise horizontalen Regen geben die vielen Kiefern und Fichten im Gebirge das Wasser über ihren Nadeln ins Erdreich ab. Nach und nach versickert das kostbare Trinkwasser in dieser wunderschönen Bergwelt durch das Vulkangestein in die angelegten Stollen hinab. Dort wird es gespeichert und bei Bedarf an die Landwirtschaft und die Wassergesellschaften verkauft.

 

Weiter gibt es über 500 Brunnen, die bis zu einer Tiefe von 120 m reichen. 85 % des Trinkwassers wird aus diesen natürlichen Ressourcen gewonnen. Natürlich gibt es auf Teneriffa auch viele Wasserstaubecken von über 22 Kubikhektometer. Zudem gibt es über 8000 private Stauwehre. Das Wasser verteilt sich auf über 4000 km in Kanälen und Rohren, die auf der gesamten Insel Teneriffa verteilt sind.

 

Der Tourist sollte aber sorgsam mit dem Trinkwasser umgehen, da das Wasser auf Teneriffa und auch auf allen anderen kanarischen Inseln immer knapper wird. Die Golfplätze z.B. verfügen über Entsalzungsanlagen um somit ihr Grün zu erhalten.


Die Inselregierung empfiehlt den Touristen das Trinkwasser in Flaschen zu kaufen und dies nicht nur wegen der schlechten Qualität, sondern auch wegen der Knappheit an Wasser.

 

(c) 2014 Rainer Hasanovic

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Kommentare: 3
  • #1

    Bembel (Dienstag, 01 Januar 2013 15:35)

    Ich war letztes Jahr in der Region wandern...einfach atemberaubend und faszinierende Landschaft

  • #2

    Lars von L&M (Montag, 15 April 2013 19:15)

    Wir fliegen dieses Jahr.Ich bin so gespannt.Wird bestimmt der Hammer.

  • #3

    hoehlenwohnen-auf-teneriffa (Sonntag, 16 Februar 2014 00:49)

    #Die Inselregierung empfiehlt den Touristen das Trinkwasser in Flaschen zu kaufen und dies nicht nur wegen der schlechten Qualität, sondern auch wegen der Knappheit an Wasser.#

    Die Regierung ist schon recht lustig, das Wasser in den Flaschen kommt ja auch erst mal aus den Galerien (entweder von Teneriffa oder von anderen Inseln), also reduziert sich dadurch die verbrauchte Ursprungs-Menge nicht. Daß die Qualität des Wassers aus den Wasserhähnen schlecht ist, das stimmt wohl, denn Entemanser und Co. verseuchen es so mit Chlor und anderen Chemikalien, daß es oft regelrecht stinkt. Es ist wirklich ungenießbar, was die aus gutem und sauberen Wasser (denn so kommt es aus den Galerien) machen.

    Die Regierung sollte lieber auf getrennte Systeme setzen, besonders in den Touristenhochburgen. Es das Klo hinunterzuspülen, dazu reicht sogar wiederaufbereitetes oder aus Salzwasser gewonnenes Wasser. Aber getan wird (fast) nichts in dieser Richtung.