Güimar, an der Südostküste gelegen, zählt zu den ältesten Gemeinden Teneriffas und hat neben den beiden Kirchen aus dem 17. Jahrhundert - Iglesia del Convento de Santo Domingo und die Iglesia de San Pedro noch weiter traditionelle Bauwerke zu bieten.
Hier findet Anfang September auch einer der ältesten Romerias der Insel statt, die Romeria de El Socorro, bei der das Standbild der Jungfrau von den Gläubigen von San Pedro bis zum Strand gebracht wird.
Güimar ist jedoch vor allem durch eine Attraktion auf der ganzen Insel und international bekannt geworden. Diese Attraktion sind die Pyramiden von Güimar und wurden von Einheimischen entdeckt und zuerst nicht beachtet.
Ein norwegischer Anthropologe namens Thor Heyerdal hat die Wichtigkeit und Einzigartigkeit der Pyramiden von Güimar allerdings rechtzeitig erkannt. Ursprünglich fand man in Güimar insgesamt 9 Pyramiden, von denen nur 6 heute noch erhalten geblieben sind. Man dachte zuerst, dass die Pyramiden dadurch entstanden sind, dass die Bauern bei der Aufbereitung der Felder die störenden Steine auf einen Haufen geworfen haben.
Diese Theorie ist natürlich absurd, wenn man die geometrische Genauigkeit und die Präzision der Pyramiden beachtet. Vielmals wurden die Pyramiden belacht und als
willkürlich aufeinandergeschichtete Steinhaufen verspottet sind sie mittlerweile als Pyramiden mit astronimischer Ausrichtung anerkannt.
Sie haben sehr große Ähnlichkeit mit den terrassenförmig errichteten Pyramiden der Inkas. Die Treppen sind immer an der westlichen Seite erbaut, so dass man immer
der aufgehenden Sonne entgegen geht. Weltweit konnten Parallelen zu Pyramiden in Südamerika, Ägypten und Italien festgestellt werden. So ist Güimar vor allem für Touristen mit Interesse an der
Guanchenkultur ein interessanter Anlaufpunkt.
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