Autofahren auf Teneriffa
Wer mit dem Mietauto unterwegs ist, wird bald feststellen, dass der Verkehr nicht so chaotisch ist, wie es vielleicht zunächst den Anschein hat.
Das Einfädeln im Reißverschlussverfahren funktioniert beispielsweise sehr gut. Markante Punkte sind häufig durch Kreisverkehrführungen geregelt. Besonders zu beachten ist, die Eigenart, den linken Blinker zu setzen, wenn man aus zunächst unerfindlichen Gründen langsamer fährt oder abstoppt.
Ein Zeichen, das dem Hintermann andeuten soll, dass man jetzt nicht überholen sollte und es einen Grund für das Abbremsen gibt, ich selbst mache dies auch, meist wenn Fußgänger über eine Zebrastreifen laufen wollen.
Manchmal wird dies allerdings auch genutzt, um kurz jemanden aussteigen zu lassen oder ein schnelles Schwätzchen mit dem Nachbar zu halten. In diesem Falle sollte man ein wenig Geduld haben, denn meist dauert das nicht lange.
Beim Straßenverkehr unbedingt beachten:
Wenn Sie mit eigenem Fahrzeug nach Spanien reisen, müssen Sie bei Verkehrskontrollen immer eine Warnweste für jeden Insassen(!) vorweisen können. Das Fehlen der Warnweste wird
mit einem Verwarngeld in Höhe von 60 Euro bestraft. Diese Strafe müssen Sie auch zahlen, wenn Ihr Mietwagen diese Warnwesten nicht enthält! Also schon bei der Übergabe des Wagens aufpassen, denn
vom Vermieter werden Sie die Strafe kaum zurückbekommen.
Im Falle eines Unfalls, oder einer Fahrzeugpanne, müssen Sie diese Warnweste unbedingt anlegen, wenn Sie sich außerhalb des Fahrzeuges bewegen! Ansonsten droht ein Strafgeld von
100 bis 600 Euro, was ein ganz schönes Loch in die Urlaubskasse reißen kann!
Welche Strafen drohen bei Nichteinhaltung der Regeln im Straßenverkehr?
Alkohol am Steuer: ab 300 Euro aufwärts
20 km/h zu schnell: Ermessensfrage, aber ca. 90 - 300 Euro
Rotlicht überfahren: Ermessensfrage, aber ca. 90 - 300 Euro
Missachtung Überholverbot: Ermessensfrage, aber ca. 90 - 300 Euro
Missachtung Parkverbot: Ermessensfrage, aber ca. 30 - 90 Euro.
Restaurantbesuch
Ein Restaurantbesuch sollte immer mit Rücksicht auf normale Gepflogenheiten verbunden sein auch wenn man im Urlaub ruhig mal „Fünf gerade lassen kann“ und die Kanarios sich durch ein hohes Maß an Gastfreundlichkeit und Toleranz auszeichnen, sollte man einige Anstandsregeln doch einhalten.
Dazu gehört, dass man sich zum Essen oder Kaffee trinken bedeckt und nicht mit bloßem Oberkörper oder im Bikini ein Lokal besucht.
Auch dann nicht, wenn man sich in Strandnähe aufhält. Ein T-Shirt oder ein leichter, locker gebundener Pareo reicht schon aus, wahrt aber dennoch den Respekt, sich nicht unbekleidet oder kaum bekleidet an den Tisch zu setzen.
Manche Lokalbesitzer bitten mit Hilfe von Hinweisschildern am Eingang um eine Bekleidung. Eigentlich sollte das aber nicht nötig sein, wenn sich jeder an die simple Grundregel hält, sich zu Tisch etwas überzuziehen.
Bei allem Verständnis für den Sonnenhunger, sollte man doch Tischmanieren wahren. Ebenso verhält es sich übrigens, wenn man zum Einkaufen oder Bummeln geht.
Urlaub mit Hund
Wer in Begleitung seines Hundes den Urlaub auf Teneriffa verbringt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Tiere nicht überall gern gesehen sind. Mit ihrer Unterkunft sollten Sie vor Anreise absprechen, ob Hunde erlaubt sind.
Selbstverständlich gilt, wie auch in Deutschland, dass man die Hinterlassenschaften seines Tieres auf der Strasse entfernt und Parkanlagen nicht als Hundeklo missbraucht. Außerdem besteht Leinenzwang denn viele Menschen haben Angst vor Hunden.
Respektieren sie also, ihren Vierbeiner nicht dort von der Leine zu lassen, wo man zwangsläufig Menschen oder anderen Gassi-Gängern begegnet. In Restaurants sind Hunde nicht erlaubt, in Ausnahmefällen werden sie in Lokalen mit Terrasse geduldet, wenn man sich im Außenbereich aufhält.
Auch in Bussen und Taxis sind Hunde nicht gestattet. Wer mit seinem tierischen Begleiter unterwegs ist, sollte sich deshalb unbedingt ein Mietauto nehmen und dies mit dem Vermieter
absprechen.
Am Strand ist das Mitführen von Hunden untersagt. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld belegt werden. In abgelegenen Buchten sieht man zwar manchmal Hundehalter, die mit
ihrem Hund in das Wasser steigen, aber an öffentlichen Stränden ist dies nicht möglich.
Trinkgeld
Die Servicemitarbeiter auf Teneriffa freuen sich selbstverstänglich über Trinkgeld. Wer nach deutscher Manier beim Bezahlen einen aufgerundeten Betrag nennt, wird dennoch das komplette Wechselgeld zurückerhalten.
Das liegt nicht daran, dass man das Trinkgeld nicht möchte oder zu schätzen weiß, sondern vielmehr daran, dass man diese Art nicht gewohnt ist. Üblich ist es, zu bezahlen und von dem Wechselgeld einen angemessen erscheinenden Betrag zurückzulassen.
Krankenhäusern, wo sie eine hervorragende ärztliche Versorgung erhalten, denn die Kanarier sind sehr gesundheitsbewusst.
Die Kanarischen Inseln sind nicht gerade ein Ort, wo man sich exotische Krankheiten holen kann. Walten Sie besondere Vorsicht in der Sonne und verhindern Sie Sonnenbrand, Dehydration und
Insektenstiche.
Viele Leute kommen nach Teneriffa wegen seines therapeutischen Wertes, besonders Besucher aus kälteren Ländern Europas, die hier Erleichterung für Arthritis und MS suchen. Alle mit
Einschränkungen in der Beweglichkeit sollten ihre Unterkünfte in den flacheren Gegenden buchen.
Eine Krankenversicherung ist sehr empfohlen. Die EHIC (Europäische Gesundheitsversicherungskarte) gibt allen EU-Bürgern Zugang zum staatlichen Gesundheitssystem zu geringeren oder keinen
Kosten. Die Anmeldung für diese Karte ist kostenlos und wenn Sie bereits eine haben, stellen Sie vor Ihrer Abreise sicher, dass sie immer noch gültig ist.
Es gibt viele mehrsprachige Ärzte und Zahnärzte. Ihr Hotel wird Ihnen immer jemanden empfehlen können. Die örtlichen Apotheken (Farmacia), die man am grünen Kreuz erkennt, führen alle
Standardmedikamente und es gibt immer eine, die auch außerhalb der normalen Geschäftszeiten geöffnet ist. Die Adresse der Nachtapotheke findet man an der Tür jeder Apotheke.